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Mehr als das!

Mehr als das!

Mehr als das

Hinauf, hinauf, in dieser finstren Nacht,
durch Sturm und Blitz den Berg hinauf,
treibst du dein Pferd. In diesem Lauf
verfolgt dich eine grausam finstre Macht.

Hinauf, hinauf, durch Nebel und Morast,
dort oben, wo der Himmel sich
der Erde naht. Dort packt es dich,
du schreist hinaus den Schmerz und all die Last.

Ist da nicht mehr als das?
Ist da nicht mehr als das?

Mehr als das, was in dem dunklen Wald geschieht,
auch mehr als das, was man im Licht des Tages sieht?
Ist da nicht mehr als alles, das vergeht?
Wo ist ein Herz, das deine Qual versteht?

Hinab, hinab, ins Nichts, das dich verschlingt,
dort unten, wo des Lebens Lied
in ew‘ger Düsternis verklingt.
Wo ist die Hand, die deine Seele trägt?

Hinab, hinab, tief bis zum finstren Grund,
dort unten, wo der Hoffnung Licht
verlöscht – und in der Hölle Schlund
die Gegenwehr zu Staub zerbricht.

Ist da nicht mehr als das?
Ist da nicht mehr als das?

Mehr als das, was durch den Tod zur Nichtigkeit verbrennt,
auch mehr als das, was jeder Mensch sein Schicksal nennt?
Ist da nicht mehr als alles, das vergeht?
Wo ist ein Herz, das deine Qual versteht?

Hinauf, hinauf, schau dem Leben ins Gesicht,
da gibt es Licht! Da gibt es Licht!

Ja, da ist mehr als das!
Ja, da ist mehr als das!

Mehr als das, was der Tod aus deinen Händen reißt,
Auch mehr als das, wohin der Weg der Welt dich weist.
Ja, da ist mehr als alles, was vergeht!
Da ist ein Herz, das deine Qual versteht
und eine Hand, die deine Seele trägt.

Bild oben: KELLEPICS auf Pixabay

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