Zeichnung der vier Musketiere

Der vierte Musketier: Gab es D’Artagnan wirklich?

D’Artagnan – des Königs Musketier! Den draufgängerischen Kerl hat es im 17. Jahrhundert wirklich gegeben, wusstest du das? Der Autor Alexandre Dumas musste die wilden Geschichten um ihn nicht einmal erfinden, nur ein bisschen umdekorieren, für mehr Lesespaß.

Eigentlich hieß der Vierte der drei Musketiere Charles de Batz de Castlemore. Er stammte aus einer adeligen, aber armen Familie und lieh sich kurzerhand den Mädchennamen seiner Mutter, um am königlichen Hof zu punkten: d’Artagnan.

Wann lebte D'Artagnan?

Sein genauer Geburtstag ist nicht bekannt, es muss irgendwann zwischen 1611 und 1615 gewesen sein. Zur Welt kam der Junge auf Schloss Castelmore in Lupiac. Aus dem Leben gerissen wurde D’Artagnan am 25. Juni 1673 vor Maastricht von einer Musketenkugel.

Eine historische Zeichnung von (wahrscheinlich) D'Artagnan

D'Artagnans Traumjob war nicht leicht zu haben

Für seinen Traumjob Musketier musste d’Artagnan ziemlich Zähne zeigen, zu Anfang nahm ihm kaum jemand ernst. Sein wohl größter Streich:  Die Verhaftung des den Generalintendanten Fouquet, den mächtigsten Mann des Reiches nach dem König, wegen Korruption.

Ein Musketier

Welchen Titel trug D'Artagnan zum Schluss?

Zum Ende seines Lebens lautete sein Titel: 

Haut et puissant seigneur, Messire Charles de Castelmore, Comte d’Artagnan.

Der Titel, mit dem er als junger Mann nach Versailles geritten war – Comte D’Artagnan -, stand ihm rechtmäßig gar nicht zu. Ein Adelsbrief dazu existierte nicht. Trotzdem sprach man ihn später am königlichen Hof so an, aus Respekt und Höflichkeit.

Der "Hundehauptmann" in Versailles

1666 erhielt d’Artagnan den nominellen Titel „Hauptmann für die königlichen Hunde für die Hirschjagd“. Klingt lustig, brachte ihm aber ordentlich Geld und eine schicke Wohnung in Versailles. Bei der Belagerung von Maastricht traf den Hundehauptmann eine tödliche Kugel in den Hals, er wurde ungefähr 60 Jahre alt. Vier Musketiere sollen beim Versuch gestorben, seinen Leichnam zu bergen.

"Ich habe D'Artagnan verloren ..."

Der König schrieb an seine Königin: „Ich habe d’Artagnan verloren, in den ich mein volles Vertrauen setzte.“ Niemand weiß, wo der tollkühne Held begraben liegt, aber Alexandre Dumas erweckte ihn Jahrzehnten später wieder zum Leben.

Hier gehe ich der Frage nach: „Die drei Musketiere: Wahrheit oder nur Fiktion?“

Die Musketiergeschichte im Video

Wer sind die anderen drei Musketiere?

Die anderen drei Musketiere, D’Artagnans  Freunde und Kampfgefährten, hatten ebenfalls reale Vorbilder. Ihre Namen im Roman: Athos, Porthos und Aramis. Die echten Personen dienten allesamt im 17. Jahrhundert in der königlich-französischen Garde der Musketiere. Bei ihren Abenteuern hat sich Alexandre Dumas aber sehr viel künstlerische Freiheit gegönnt. 
 

Mein historischer Roman "HERZ und HÄNDE"

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